Kinderleben in der Hölle des Slums

Nairobi ist die Hauptstadt Kenias, auf etwa 150 km² leben rund 2,8 Mio. Einwohner, 60% davon in Slums. Die Stadt ist das wichtigste Wirtschaftszentrum und zentraler Verkehrsknotenpunkt Ostafrikas.
Die Slums in Nairobi sind für Kinder die Hölle auf Erden.

 

Es ist ein Leben im Müll und vom Müll, mit auseinander gebrochenen Familien, hoher Sterblichkeit, Bandenkriegen, fehlender Infrastruktur, Gewalt und dem Recht des Stärkeren. Es gibt keine Kanalisation, in Gräben versuchen die Bewohner Unrat zu sammeln um die Seuchengefahr zu bannen.

 

Kinder sind oft nur billige Arbeitskräfte, oder sie lungern zwischen den Fäkalien herum. Von der Ausnutzung durch Banden oder durch Kinderarbeit bestimmt, haben sie kaum eine Chance, ihr Leben selbst zu bestimmen. Drogen- und Alkoholmissbrauch, sexueller Missbrauch, soziale Spannungen,
eine zerstörte Umwelt und Gesundheitsprobleme bestimmen den Alltag der Kinder.

 

Der Slum liegt im Tal...

...im Hintergrund die Hochhäuser Nairobis. Extreme Armut und Chancenlosigkeit neben Großstadtleben in Luxus.

 

Zitat Wikipedia:
„Das Kern-Slum befindet sich im Mathare Valley, einem Tal von ca. 300 Metern Breite und zwei Kilometern Länge. In diesem Bereich leben ca. 180.000 Menschen in dicht an dicht gebauten fensterlosen Hütten.
Die Hütten (oder besser Verschläge) bestehen aus Wellblech oder Holz und messen durchschnittlich zwei mal zwei Meter, in ihnen leben meist um die zehn Menschen. Im Slum gibt es keine befestigten Straßen und keine Infrastruktur, d.h. keine Wasser- oder Stromleitungen und kein Abwasser.
Während der Regenzeit versinken die Behausungen in Dreck und Schlamm. Von den Fluten werden oftmals nicht nur die Behausungen weggerissen, sondern auch Bewohner und vor allem Kinder. Die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen ist während dieser Zeit hoch. Am äußersten Rand des Slums leben die Ärmsten der Armen mit Behausungen aus Pappkartons. Die Bewohner Mathares führen somit ein Leben unter schwierigsten Umständen. Das liest sich auch aus den folgenden statistischen Aussagen: Die häufigsten Todesursachen sind AIDS und Mord. Neben der hohen Säuglingssterblichkeit ist das Risiko der Mütter, an den Folgen einer Geburt zu sterben, sehr hoch.
Obwohl in Kenia seit 2003 der Unterricht in Primärschulen kostenlos ist, ist die Rate von Analphabeten unter den Bewohnern von Mathare Valley ungewöhnlich hoch. Die Kinder müssen meist zum Lebensunterhalt der Familie etwa durch das Sammeln und den Verkauf von Müll beitragen, oder sie sind AIDS-Waisen und müssen sich um jüngere Geschwistern kümmern."

 

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