Watoto Wa Kwetu - Kinder aus der Nachbarschaft

er Einsatz für eine bessere Zukunft der Slumkids - Ezigbo und SlumKinderKunst
Seine persönlichen Erfahrungen und die tiefe Wirkung seiner Kunst auf die Gesellschaft und vor allem auf die positive Entwicklung von Kindern, lassen einen entscheidenden Entschluss reifen:


2004 gründet Jacob Ezigbo in Nairobi den Verein „Watoto Wa Kwetu". Das ist Suaheli und bedeutet: „für die Kinder aus meiner Nachbarschaft". Er beginnt kostenlose Kunst-Workshops für die Kinder im Slum in seiner Wellblechhütte Mathare. Seit 2006 ist sein Verein offiziell anerkannt und wird seit 2009 vom Verein SlumKinderKunst unterstützt. Jacob unterrichtet gemeinsam mit ein ehrenamtlichen tätigen Künstlern und freiwilligen Helfern Malerei, Fotografie, Film, Musik, Drama und Lyrik. Dazu kommen die Unterstützung für den Schulbesuch und die Betreuung der Hausaufgaben. Die Kinder lieben ihn. Es ist ihr großes Vorbild.

 

Gefragt, woher er seine künstlerischen Inspirationen nimmt, antwortet Ezigbo:

„Meine Bilder sind die einzige Stimme, die ich habe und ich kann mich manchmal dahinter verstecken. Menschen, die in Mathare leben, können dies nicht wirklich. Was wir haben, ist Armut, fehlende Gesundheitsversorgung und Bildung. Auch andere grundlegende Einrichtungen fehlen. Wir sind am Ende der Nahrungskette... Die Kinder sind unsere Zukunft, sie sollen es besser haben, dafür brauchen sie eine Stimme, und die versuche ich ihnen mit meinen Mitteln zu geben. Dies bedeutet, wir müssen Malen. Damit können wir aufzeigen, dass hier immer noch viele Menschen sterben, obwohl es längst möglich wäre, ihre Krankheiten zu behandeln, wie Malaria, Tuberkulose, Typhus oder die längst vermeidbare Krankheit HIV/Aids. Wir müssen Malen über die Brutalität der Polizei, der ethnischen und politischen Gewalt. Korruption ist hier die Norm. Viele Beamte, die angeblich für den Frieden und den Schutz der Menschen verantwortlich sind, nutzen diese aus. Unwissenheit und Mangel an Bildung in der Region macht die armen Menschen zur leichten Beute. Aber es gibt nie einen Mangel an Inspiration!"